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Franz Werfel

Frühling

Nun ist sie da, nun ist sie wieder da,
Die Wildnis der Kindheit wieder!
Nun stehst du am Fluß,
Wie ewig in Wind und Vorbei...
Nun tanzet das greise Haar dir.

Es hängen die Brücken unter dem Adlerflug.
Kriegrisch die Bäume reißen sich Wolken ab.
Menschen entflattert
An tausend Ufern, Türme,
Und schluchzender Odem hebt die Brust des Gebirgs.

Hier stehst du gespiegelt, getragen hin.
Nicht weißt du mehr, ob Erd, ob Stern!
Dein fernes Du sinkt weg ...
So schütte denn am Abend
Den Becher Leben in den Himmel aus.

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